Kunst + Kulturprojekt im Grünauquartier.
 Idee: Frans Geraedts, Philosoph, Amsterdam + Hannah Munz, Leiterin GZ Grünau
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Ausgangslage

Die städtische Siedlung Bernerstrasse wird im April 2004 abgerissen und
durch einen Neubau mit attraktiven und preiswerten Wohnungen ersetzt werden.
Die jetzigen BewohnerInnen ziehen nach und nach aus. Laufend werden
Wohnungen frei. Die Siedlung leert sich, soll aber bis zum Abbruch nicht zu
einer Belastung für die verbleibende Mieterschaft und das Quartier werden.
VertreterInnen von Quartierinstitutionen haben die Chance für ein einmaliges
Projekt erkannt: Kunst und Kultur als Zwischennutzung. Kunst und Kultur
zwischen zwei Nutzungen.


Kunst- und Kulturprojekt Fuge im Grünauquartier

Seit Juli 2002 beziehen renommierte, aber auch jüngere noch unbekannte
Kulturschaffende in der Abbruchsiedlung Bernerstrasse leer werdende
Wohnungen. KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Sparten nisten sich ein –
befristet. Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten ist immer das Quartier.
Die Siedlung Bernerstrasse sowie das Quartier Grünau werden zum temporären
„Labor“. Kulturschaffende gehen auf die Alltagskultur(en) ein. Nach
Möglichkeit beziehen sie die BewohnerInnen mit ein. In der Wohnüberbauung am
Rande dieser Stadt entsteht eine lebendige Forschungssituation, in der der
vertraute Raum verfremdet wird. Für eine kurze Zeitspanne entsteht ein
grosszügiges Ateliergelände, ein grosses und zugleich intimes Museum, eine
Siedlung als Gesamtkunstwerk.
An regelmässigen Anlässen und Veranstaltungen werden die Kunstprojekte einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.


Projektziele

Das Projekt Fuge will durch die Begegnung von Kulturschaffenden und
QuartierbewohnerInnen diesen Stadtteil beleben und aufwerten. Das
Miteinander von Kunst und Alltag schafft Öffentlichkeit für die Siedlung an
der Peripherie.
Das Projekt ist eine Chance für das Grünauquartier und seine BewohnerInnen.
Es fördert die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur. Das Projekt ist eine
Herausforderung für die KünstlerInnen, diese Phase der Zwischennutzung als
Austauschforum wahrzunehmen und sich zu vernetzen. Es bietet
Kulturschaffenden aus verschiedensten Sparten eine Plattform, um sich
profilieren zu können. Es ermöglicht ihnen, sich vertieft mit der
gesellschaftlichen Realität im Quartier auseinanderzusetzen.
Das Projekt ist auch eine grosse Chance für die Stadt Zürich und ihre
BewohnerInnen. Das Projekt lädt ins Quartier ein. Das Quartier gewinnt an
Interesse.

© copyright fuge 2003 / design Vert.Igo