Ausgangslage
Die städtische Siedlung Bernerstrasse wird im April
2004 abgerissen und
durch einen Neubau mit attraktiven und preiswerten Wohnungen
ersetzt werden.
Die jetzigen BewohnerInnen ziehen nach und nach aus. Laufend
werden
Wohnungen frei. Die Siedlung leert sich, soll aber bis zum
Abbruch nicht zu
einer Belastung für die verbleibende Mieterschaft und
das Quartier werden.
VertreterInnen von Quartierinstitutionen haben die Chance
für ein einmaliges
Projekt erkannt: Kunst und Kultur als Zwischennutzung. Kunst
und Kultur
zwischen zwei Nutzungen.
Kunst- und Kulturprojekt Fuge im Grünauquartier
Seit Juli 2002 beziehen renommierte, aber auch jüngere
noch unbekannte
Kulturschaffende in der Abbruchsiedlung Bernerstrasse leer
werdende
Wohnungen. KünstlerInnen aus unterschiedlichsten Sparten
nisten sich ein –
befristet. Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeiten
ist immer das Quartier.
Die Siedlung Bernerstrasse sowie das Quartier Grünau
werden zum temporären
„Labor“. Kulturschaffende gehen auf die Alltagskultur(en)
ein. Nach
Möglichkeit beziehen sie die BewohnerInnen mit ein.
In der Wohnüberbauung am
Rande dieser Stadt entsteht eine lebendige Forschungssituation,
in der der
vertraute Raum verfremdet wird. Für eine kurze Zeitspanne
entsteht ein
grosszügiges Ateliergelände, ein grosses und zugleich
intimes Museum, eine
Siedlung als Gesamtkunstwerk.
An regelmässigen Anlässen und Veranstaltungen
werden die Kunstprojekte einer
breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Projektziele
Das Projekt Fuge will durch die Begegnung von Kulturschaffenden
und
QuartierbewohnerInnen diesen Stadtteil beleben und aufwerten.
Das
Miteinander von Kunst und Alltag schafft Öffentlichkeit
für die Siedlung an
der Peripherie.
Das Projekt ist eine Chance für das Grünauquartier
und seine BewohnerInnen.
Es fördert die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur.
Das Projekt ist eine
Herausforderung für die KünstlerInnen, diese Phase
der Zwischennutzung als
Austauschforum wahrzunehmen und sich zu vernetzen. Es bietet
Kulturschaffenden aus verschiedensten Sparten eine Plattform,
um sich
profilieren zu können. Es ermöglicht ihnen, sich
vertieft mit der
gesellschaftlichen Realität im Quartier auseinanderzusetzen.
Das Projekt ist auch eine grosse Chance für die Stadt
Zürich und ihre
BewohnerInnen. Das Projekt lädt ins Quartier ein. Das
Quartier gewinnt an
Interesse. |